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Blutläuse

Schadbild
Vor allem an Wurzelaustrieben (Wurzelschossern) und an Rindenverletzungen von anfälligen Sorten wie ’Goldparmäne’, ’James Grieve’, ’Boskoop’, ’Klarapfel’, ’Jonathan’ oder ’Cox Orange’ entstehen bis zum Sommer dichte, mit Wachswolle bedeckte Läusekolonien. Beim Zerdrücken dieser Läuse tritt braunrote Körperflüssigkeit aus. Ein Starkbefall kann zu extremer Fruchtverschmutzung durch Rußtaubildung führen. An den Befallsstellen wird das Gewebe schwammig, die Rinde platzt auf (Eintrittspforten für Rindenkrankheiten). Sekundär entsteht der sogenannte Blutlauskrebs. Befallene Jungtriebe sind zudem oft nicht frosthart. Die Überwinterung erfolgt im ungeflügelten Stadium in Rindenritzen und im unteren Stammbereich.

Hinweise
Blutläuse können an allen Laubgehölzen auftreten.

Maßnahmen
Beim Obstbaumschnitt befallene Teile sowie Wasserschosser sind zu entfernen. Der Rindenbefall kann durch das Abbürsten des Stammes reduziert werden. Neben dem räuberischen Ohrwurm, Schwebfliegenlarven und dem Asiatischen Marienkäfern ist die Blutlauszehrwespe ein natürlicher Gegenspieler der Blutlaus. Eine Parasitierung der Blutläuse ist an den dunkel gefärbten Läusen erkennbar, die nach dem Schlupf der Wespenlarven ein kleines Loch am Rücken aufweisen.

 

Hinweise zur Nutzung

Der Lebenszyklus links beschriebener Schaderreger ist nach Möglichkeit durch eine grafische Übersicht (Januar bis Dezember) ergänzt. Die farbigen Balken haben folgende Bedeutung: