Buchsbaumzünzler
Schadbild
Fraßschäden sind an Buchsbaumblättern und teilweise auch an der Rinde erkennbar. Bei Starkbefall ist Kahlfraß möglich. Pflanzenteile werden miteinander versponnen und sind mit Kotkrümeln versetzt. Die Raupen sind grün, bis zu 5 cm lang, haben schwarz-weiße Seitenbänder und schwarze Punkte auf jedem Segment. Weiße Flügel mit bräunlichem Rand charakterisieren die meisten Falter. Es gibt auch hellbraune Varianten. Die Flügelspanne beträgt 40–45 mm. Der Falter
lebt eine Woche.
Hinweise
Die überwinterten Larven der letzten Vorjahrsgeneration beginnen ab März/April, versteckt im Gehölzinneren, die Blätter zu fressen. Wird der Befall bemerkt, sind die Larven häufig schon recht groß und der Schaden beträchtlich. Es sind 2 Generationen möglich. Die Falter der ersten Generation schlüpfen im Mai/Juni, die der zweiten Generation Ende Juli/August. Die Larven der letzten Generation fressen nur kurze Zeit und fertigen zwischen den Blättern einen Kokon zur Überwinterung an. Die Puppen sind wie die Larven von grüner Grundfarbe und lassen wie diese die typischen schwarz-weißen Linien erkennen. Die Larvenentwicklung ist stark temperaturabhängig, so beträgt sie bei 30 °C mindestens 17 Tage, bei 15 °C bis zu 84 Tage.
Maßnahmen
Eine regelmäßige Kontrolle der Pflanzen ist notwendig. Der erste Befall im Gehölzinneren der Büsche wird meist zu spät bemerkt. Als mechanische Maßnahmen kommen Absammeln, Abklopfen oder Abspritzen mit Hochdruckreinigungsgeräten in Frage. Das Einsammeln und Entsorgen der dabei heruntergefallenen Larven darf nicht vergessen werden. Auch ein starker Rückschnitt kann im Herbst zur Eindämmung der Überwinterungskokons beitragen. Die Larven können durch die wiederholte Anwendung insektenpathogener Nematoden zusätzlich dezimiert werden. Das Verfahren ist aber noch nicht ganz ausgereift. Um den Flugbeginn, den Flugverlauf und einen geeigneten Bekämpfungstermin zu ermitteln, sind Pheromonfallen zur Überwachung des Zünslers im Handel erhältlich. Entscheidend ist, dass diese vor Flugbeginn aufgehängt werden. Junge Larvenstadien im März/April sowie Juli lassen sich mit biologischen und chemischen Präparaten gegen beißende Insekten bekämpfen. Hier ist eine wiederholte
Anwendung notwendig.
