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Porree- oder Lauchminierfliege

Schadbild
Fraßschäden werden nicht nur an Porree, sondern auch an anderen Zwiebelgewächsen wie zum Beispiel Schnittlauch, Knoblauch oder Zwiebeln verursacht. Befallene Pflanzen bleiben im Wachstum zurück. Bei Befall findet man helle bis bräunliche Fraßgänge in den Lauchblättern, die von oben nach unten verlaufen. In einer befallenen Pflanze wurden bis zu 150 Larven gefunden. Die jungen Maden verstecken sich in den Schichten der Lauchblätter und verursachen Schadfraß. Die Fraßschäden dienen als Eintrittspforten für Fäulniserreger. Besonders auffällig sind auch die braunen Tönnchenpuppen, die man oft beim Putzen findet.

Hinweise
Schnittlauch, Zwiebeln (vor allem Steckzwiebeln) und Porreejungpflanzen sind im Mai durch die erste Generation der Fliegen gefährdet. Die zweite Generation im September ist in der Regel die am stärksten schädigende, besonders gefährdet sind die Winterporreebestände, da die Fliege bis Mitte November anzutreffen ist. Nach dem Schlupf der Fliege sind zahlreiche Einstichlöcher auf der Epidermis der Blätter zu finden. Eine Fliege kann bis zu 60 Eier ablegen. Die daraus schlüpfenden Maden minieren sich in den ersten zwei Blattlagen (Lauchblättern) von oben bis unten zum Bulbus. Nach 2 bis 3 Wochen der Fraßtätigkeit verpuppen sich die vollentwickelten Maden am unteren Ende der Fraßgänge oder zwischen den Lauchblattschichten. Die Minierfliegen überwintern als braune Tönnchenpuppe (circa 4 mm lang) im Boden oder in der Pflanze (besonders bei Winterporree).

Maßnahmen
Die Überwinterung von befallenen Pflanzen (zum Beispiel Winterporree) ist zu vermeiden. Eine Anbaupause von 2 bis 3 Jahren sollte eingehalten werden. Die Eiablage kann durch Abdecken mit Kulturschutznetzen verhindert werden.

Hinweise zur Nutzung

Der Lebenszyklus links beschriebener Schaderreger ist nach Möglichkeit durch eine grafische Übersicht (Januar bis Dezember) ergänzt. Die farbigen Balken haben folgende Bedeutung: