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Rasen: Engerlinge

Schadbild
Ein Befall durch Engerlinge, den Larven von Mai-, Juni- und Gartenlaubkäfern, zeigt sich durch nester- oder reihenweises Vergilben und Absterben von Gräsern im Rasen. Die geschädigten Gräser lassen sich widerstandslos aus dem Boden ziehen. Diese Flächen werden gezielt von Krähen, Amseln, Waschbären und Wildschweinen umgewühlt und zerstört, um an die wertvolle Nahrung, die bodenfressenden Käferlarven zu kommen.

Hinweise
Die Engerlinge sind typisch C-förmig gebogen, weißlich gefärbt mit braunem Kopf und haben unterschiedliche Größen. Die Entwicklungsdauer beträgt 1 bis 4 Jahre. Die genaue Bestimmung der Engerlinge sollte durch einen Fachmann erfolgen. Außerdem können auch Larven der Wiesenschnake und der Gartenhaarmücke Schäden im Rasen durch Fraßtätigkeit an den Wurzeln hervorrufen.

Maßnahmen
Vor der Aussaat ist die Fläche auf Befall zu kontrollieren. Eine intensive Nutzung des Rasens stört die Käfer bei der Eiablage. Der Rasen sollte in Bereichen, wo es bereits öfters Probleme mit diesen Schädlingen gab, während der Käferflugperioden nicht zu kurz gemäht werden. Fehlstellen im Rasen sollten vermieden werden, denn diese werden für die Eiablage bevorzugt. Durch den Einsatz von parasitären Nematoden können die Larven vor allem des Gartenlaubkäfers bekämpft werden. Für die erfolgreiche Dezimierung sind genau die vorgeschriebenen Anwendungsbedingungen einzuhalten. Solange die Engerlinge direkt unter der Grasnarbe fressen, sorgt auch ein Vertikutieren für Verletzung der Tiere und ein nachfolgendes Absterben.