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Rhizomfäule/Lederfäule

Schadbild
Das Symptom der Rhizomwelke erscheint circa vier Wochen nach der Pflanzung beziehungsweise kurz nach der Blüte. Die Herzblätter welken, alle weiteren Blätter verlieren ihren Glanz, werden mattgrün und schlapp. Der Zentralzylinder (Rhizom) ist rotbraun verfärbt, die Faulstellen dehnen sich auf die Wurzeln aus. Die Pflanze stirbt ab. Der Befall an jungen Früchten führt zu braunen bis dunkelbraunen Flecken, das Gewebe ist von gummi- oder lederartiger Konsistenz (Lederbeeren). Oftmals ist der gesamte Fruchtstand betroffen. Kurz vor der Reife zeigt sich ein Befall durch blassrosa bis lilaviolette Verfärbung der Früchte ohne sichtbaren Pilzrasen. Die Früchte schmecken bitter und bleiben als Mumien hängen.

Hinweise
Für beide Schadbilder ist ein Pilz verantwortlich, wobei nicht alle Symptome auftreten müssen. Er überlebt als Dauerspore im Boden. Bei den Früchten erfolgt die Infektion nach Niederschlägen oder Pflegemaßnahmen über Erdteilchen, die mit Dauersporen behaftet sind. In die Wurzeln dringen die Sporen über Wunden ein. Nasse Böden und Temperaturen zwischen 20 und 25 °C erhöhen das Infektionsrisiko. Das Pilzmyzel durchwuchert Rhizom und Wurzeln und bildet im Rindengewebe und den Früchten neue Dauersporen.

Maßnahmen
Befallene Pflanzen sind rigoros zu entfernen. Ein wiederholter Anbau auf befallenen Flächen ist unbedingt zu vermeiden. Nasse Böden sind für eine Neupflanzung ungeeignet und es ist auf gesundes Pflanzgut zu achten. Zur Vermeidung von Infektionen können Jungpflanzen (Wurzeln und Blattherzen) vor der Pflanzung 15 bis 20 Minuten in eine Brühe mit einem dafür zugelassenen Fungizid getaucht werden.