Scharkakrankheit
Schadbild
An den Blättern zeigen sich verwaschene, hell- bis olivgrüne Flecken und Ringe, bei starker Schädigung auch violette oder braune, nekrotische Flecken. Schwache Symptome sind nur bei durchscheinendem Licht erkennbar. Die Fruchtsymptome variieren in Abhängigkeit von der Sorte. Es entstehen auf den Früchten ring-, linien- oder pockenförmige Einsenkungen. Stark verkrüppelte Früchte fallen vorzeitig ab. Bei manchen Sorten bilden sich scharf begrenzte, helle, rötliche oder bläuliche Ringe, Linien oder Marmorierungen auf der Fruchtschale. Das Fruchtfleisch ist mit rötlichen Linien durchzogen, die sich bis auf den Stein fortsetzen. Weiterhin löst es sich schwer vom Stein und besitzt eine eher gummiartige Konsistenz. Die Früchte sind fad bis völlig ungenießbar.
Hinweise
Die Scharkakrankheit ist eine der wichtigsten, blattlausübertragbaren Viruskrankheiten im Obstbau. Es besteht keine Meldepflicht mehr, weil die Krankheit weit verbreitet auftritt und es dazu neue EU-Regelungen gibt. Aprikosen und Pfirsiche können ebenso erkranken.
Maßnahmen
Befallene Bäume sollten vorzugsweise gerodet werden, da einmal mit Virus infizierte Bäume nicht wieder gesunden. In den Befallsgebieten ist die Anpflanzung weniger anfälliger Sorten mit Fruchttoleranz (es treten dann keine oder nur schwache Fruchtsymptome auf ) der einzig gangbare Weg. Gute fruchttolerante Sorten mit geschmacklicher Eignung sind ‘Cacaks Schöne‘, ‘Elena‘, ‘Hanita‘, ‘Katinka‘, ‘Nancymirabelle‘, ’Tophit’, ’Topper’ oder ‘Valjevka‘. ’Jojo’ galt als erste absolut scharkaresistente Zwetschensorte, mittlerweile wurde die Resistenz aber durchbrochen. Die Züchtung auf Scharka-Toleranz wird stetig weitergeführt. Viruserkrankungen sind chemisch nicht bekämpfbar.
