Sklerotinia-Fäule
Schadbild
Erkrankte Pflanzen welken und sterben ab. Bei Befall entstehen am Stängel wässrig-weiche Faulstellen, auf denen sich ein weißes, watteartiges Pilzgeflecht bildet. Auf diesen Faulstellen entwickeln sich später schwarze Dauerkörper, sogenannte Sklerotien – halb so groß wie eine Kaffeebohne. Diese können im Boden sehr lange überdauern.
Hinweise
Zahlreiche Gemüsekulturen im Freiland und Gewächshaus (zum Beispiel Tomate, Paprika, Bohne, Gurke, Salat, Chicorée) können während der Vegetationsperiode durch Sklerotinia-Fäule befallen werden. Besonders gefährdet sind eng stehende Bestände bei hoher Luftfeuchtigkeit und Kulturen auf Flächen mit Sklerotienbefall.
Maßnahmen
Befallene Pflanzen sind, bevor der Pilz Fruchtkörper gebildet hat, aus dem Beet zu entfernen und zu vernichten (auf keinen Fall kompostieren). Damit wird die Ausbreitung des Erregers auf der Fläche gemindert. Die Flächen sind frei von Unkräutern und Pflanzenresten zu halten (auf Fruchtwechsel achten und nur mäßig wässern). Die Anbaupause sollte mindestens drei Jahre betragen.
