Sternrußtau
Schadbild
Auf der Blattoberseite befinden sich rundliche, graue oder graubraune Flecken mit oft sternförmig ausgezacktem Rand. Diese Flecken sind entweder nur wenige Millimeter klein und meist zahlreich über das gesamte Blatt verteilt oder bis 1 cm groß. Es gibt auch stark strahlig ausgezogene Flecken. Diese sind dann aber spärlich verteilt. Befallene Blattteile vergilben und die Blätter fallen ab.
Hinweise
Lang anhaltende regnerisch-kühle Witterung fördert die Krankheit. Unausgeglichene Düngung verstärkt die Anfälligkeit der Rosen. Der Erreger überwintert im abgefallenen Laub und am Rosentrieb.
Maßnahmen
Rosen sollten vor Regenfällen geschützt werden. Krankes und abgefallenes Laub ist zu beseitigen. Bei der Standortwahl sind schattige und zu feuchte Standorte zu meiden, damit ein schnelles Abtrocknen des Bestandes dauerhaft gesichert wird. Bei Wassergaben sind die Blätter nicht zu befeuchten.
Durch gründliche und sorgfältige Bodenvorbereitung, ausgewogene Düngung und einen sortenspezifischen Schnitt werden diese widerstandsfähiger. Bei Neupflanzung sind resistente oder weniger anfällige Sorten zu wählen, das Sortiment ist durch stetige internationale Neuzüchtung von Rosen sehr groß. So wurden Sorten mit dem ADR-Prädikat (Allgemeine Deutsche Rosensortenneuheitenprüfung) mehrjährig unter anderem auf ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Blattkrankheiten geprüft und für robust befunden. Bei Anwendung von Fungiziden muss ab Befallsbeginn und Sichtbarwerden der ersten Symptome appliziert werden. Es ist darauf zu achten, dass Blätter ausreichend benetzt werden. Die Behandlungen sind in regelmäßigen Abständen zu wiederholen, weil der Zuwachs durch Fungizide erneut geschützt werden muss, um weitere Infektionen zu unterbinden.
