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Stippigkeit (Kalziummangel)

Schadbild
Zunächst entstehen äußerlich kaum sichtbare, korkige, bräunliche Flecken unter der Fruchtschale. Von dort ausgehend reichen diese bald bis tief ins Fruchtfleisch hinein. Später bilden sich Nester von braunem und trockenem Gewebe. Die Früchte schmecken bitter, oftmals ist die gesamte Frucht betroffen und nicht verwertbar.

Hinweise
Stippigkeit ist keine Erkrankung im eigentlichen Sinne. Die Ursache liegt im Nährstoffmangel (Kalzium) bei starkem Fruchtwachstum und starkem Trieb in Verbindung mit niedrigem Fruchtbehang und/oder übermäßiger Fruchtgröße. Die Symptome kommen oft erst nach der Einlagerung zum Vorschein. Überhöhte Magnesium- und Kaliumdüngung fördert die Stippegefahr, da Kalzium als wichtiges Element bei der Nährstoffaufnahme verdrängt wird. Kalziummangel kommt vor allem auf leichten Böden vor.


Maßnahmen
Der Boden ist ausreichend zu kalken. Gefährdete Obstbäume müssen in Trockenzeiten bewässert werden, vor allem im Hochsommer ist eine ausreichende Wasserversorgung zu gewährleisten. Außerdem sollte nur ein mäßiger Baumschnitt, aber regelmäßige Fruchtasterneuerung zum Erreichen mittlerer Fruchtgrößen erfolgen. Der optimale Erntetermin ist einzuhalten. ’Cox’-Kreuzungen sind besonders für Stippe anfällig. Wiederholte Spritzungen mit kalziumhaltigen Blattdüngern in der Phase des Fruchtwachstums (Juli) wirken einer Ausprägung der Stippigkeit entgegen.