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Mispelwickler, Weißdornmotte

Schadbild
Zwischen miteinander versponnenen Blättern fressen grünlichgraue Raupen mit hellbraunem Kopf. Sie werden bis 12 mm lang (a). Es sind umfangreiche Gespinste und Schabefraß auf Blättern durch bis zu 15 mm lange rotbraune leicht behaarte Raupen an Zwergmispel und Weißdorn festzustellen. Meist tritt der Schaden nestweise in Erscheinung (b).

Hinweise
Der Mispelwickler (a) wird als recht selten für Mitteleuropa beschrieben, wurde in den letzten Jahren aber verstärkt an Zwergmispel beobachtet. Außerdem kann er an Birke, Espe, Weißdorn oder Schlehe vorkommen. Es gibt zwei Generationen im Jahr. Die Weißdornmotte (b) kommt in den letzten Jahren lokal häufiger vor und kann mit dem Schadbild des Mispelwicklers verwechselt werden. Die rötlichen Raupen fressen gesellig in lockeren Gespinsten. Im Frühsommer sind die Symptome am auffälligsten.

Maßnahmen
Befallene Büsche sollten im Juni und September, wenn Raupen an den Blättern zu finden sind, ausgeschnitten und beseitigt werden. Als letzte Möglichkeit können Insektizide gegen freifressende Schmetterlingsraupen oder beißende Insekten eingesetzt werden, dabei ist biologischen Präparaten auf Bacillus thuringiensis-Basis der Vorzug zu geben.

Hinweise zur Nutzung

Der Lebenszyklus links beschriebener Schaderreger ist nach Möglichkeit durch eine grafische Übersicht (Januar bis Dezember) ergänzt. Die farbigen Balken haben folgende Bedeutung: