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"Informationen zur Düngeverordnung"

Ausweisung gefährdeter Gebiete nach § 13 Düngeverordnung (DüV) aufgrund von Nitrat (Stand 01.07.2019)

Die Länder sind verpflichtet, Gebiete von Grundwasserkörpern mit einer besonderen Belastung durch Nitrat (sogenannte gefährdete Gebiete) gesondert auszuweisen. In diesen Gebieten müssen dann über die bereits nach der Düngeverordnung allgemein geltenden Anforderungen hinaus strengere Regelungen für die Aufbringung von Düngemitteln und ggf. auch für die Lagerung von Wirtschaftsdünger und Gärrückständen erlassen werden.

Es müssen mindestens drei der in § 13 Absatz 2 DüV aufgeführten Anforderungen als sog. landesspezifisch abweichende Regelungen vorgegeben und eingehalten werden.

Die Landesverordnung ("Verordnung über ergänzende düngerechtliche Vorschriften im Land Sachsen-Anhalt" vom 28.06.2019; GVBl. LSA Nr. 15/2019, gültig ab 6. Juli 2019) ist in Kraft
Siehe Pressemitteilung Nr. 107/2019 Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie
Siehe Ergänzte Hinweise zur Landesverordnung nitratgefährdete Gebiete (Stand 09/2019)
Siehe Hinweise zur Probenahme von Boden, Pflanzen und Düngemitteln (LLFG, 2009)

Die Binnendifferenzierung betroffener Gebiete nach § 13 Düngeverordnung (Grundwasserkörper im schlechten chemischen Zustand aufgrund von Nitrat) erfolgt auf der Grundlage einer Risikoanalyse unter Berücksichtigung der regionalen bodenklimatischen Besonderheiten des Landes Sachsen-Anhalt. Ausgehend von der gegebenen Datenlage und dem konzeptionellen Ansatz werden die bodenklimatischen Besonderheiten berücksichtigt:

  • Sickerwasserrate als mitbestimmende Größe für die Verdünnung der N-Austräge aus dem Boden und damit Indikator für das Risiko erhöhter Nitratkonzentrationen.
  • Denitrifikationsvermögen in der durchwurzelten Bodenzone als Indikator für das Potenzial für einen mikrobiellen N-Abbau im Boden.
  • Austauschhäufigkeit des Sickerwassers der durchwurzelten Bodenzone als Indikator für die Wirkzeiträume denitrifizierender Prozesse im Boden.

Im Ergebnis der Risikobewertung werden Gebiete mit geringer und sehr geringer potentieller Nitrataustragsgefährdung ausgenommen.

Mit Inkrafttreten der Verordnung sind auf den ausgewiesenen Flächen folgende abweichende Vorschriften einzuhalten:

  • aufgrund nachträglich eintretender Umstände darf der ermittelte Düngebedarf an Stickstoff maximal um 10 % überschritten werden,
  • vor der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern und Gärresten sind deren Nährstoffgehalte nach wissenschaftlich anerkannten Messmethoden zu ermitteln (Untersuchungspflicht) und
  • Festmist von Huf- und Klauentieren sowie Kompost dürfen vom 15.11. bis 31.01. nicht ausgebracht werden (Sperrfristverlängerung).

Die Verordnung beinhaltet darüber hinaus weitergehende Vorlage- und Mitteilungspflichten.

Die Ausweisung der betroffenen Flächen erfolgt im iNet-Antragsprogramm - im Gegensatz zum Attribut am Feldblock bei erosionsgefährdeten Flächen jedoch anhand einer separaten Kulisse. 

Zusätzlich sind die nitratgefährdeten Flächen auf Feldblockbasis im Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation des Landes Sachsen-Anhalt (LVermGeo) veröffentlicht. Bitte nutzen Sie hierzu folgenden Link: https://www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de/de/startseite_viewer.html.
Die Nutzung ist ohne Anmeldung möglich.                                                            

Hinweise für PC/Notebook/Laptop:

  • „Inhaltsbaum" (unten links) anklicken
  • „Landwirtschaft und InVeKoS" und „Düngeverordnung" auswählen (Haken setzen)
  • „Rodentizide" abwählen (Haken wegnehmen)
  • „Inhaltsbaum" anklicken zum Ausblenden
  • im Kartenausschnitt werden die nitratgefährdeten Gebiete angezeigt
  • Hineinzoomen in das Suchgebiet durch Ortseingabe

Alternativ erhalten Sie die Karte der nitratgefährdeten Gebiete gemäß § 13 DüV mit Stand 01.07.2019 >> hier .

Unter dem Link https://www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de/de/sachsen-anhalt-viewer.html (Startseite Sachsen-Anhalt-Viewer) kann man sich über weitere Nutzungshinweise, Hilfe oder technische Voraussetzungen informieren. Von hier aus gelangt man unter „Zugang“ zur oben beschriebenen Anwendung „Sachsen-Anhalt-Viewer“.

PROGRAMME      zur Düngebedarfsermittlung und Nährstoffbilanzierung    > hier >

NÄHRSTOFFVERGLEICH  -  Formblätter für die handschriftliche Erstellung des Nährstoffvergleiches    > hier >

RICHTWERTE zur Umsetzung des Düngerechtes  > hier >

HINWEISE          [letzte Änderung 27.09.2019]

Hektarerträge ausgewählter Feldfrüchte und des Grünlandes nach kreisfreien Städten und Landkreisen (Stand 01/2019)
Quelle: © Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), 2019

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Hinweise zur Herbstdüngung   mit aktualisierten "Fragen zur ..."
(Stand 09/2018)

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Fragen zur Herbstdüngung  (Stand 08/2018)

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HINWEISE zum Einsatz von Spurennährstoffbeizen bzw. -blattdüngern mit wesentlichem Gehalt an Stickstoff  (Stand 07/2018)

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HINWEISE zur Stickstoff-Düngebedarfsermittlung für Arznei- und Gewürzpflanzen
(Stand 03/2018), aktualisiert 09/2019

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HINWEISE zur Ausbringung auf überschwemmten, wassergesättigten, gefrorenen oder schneebedeckten Boden
(Stand 02/2018)

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HINWEISE zur Stickstoff-Düngebedarfsermittlung für Ertragsanlagen im Weinbau  (Stand 02/2018)

Dokumentationsblatt zur Stickstoff-Düngebedarfsermittlung für Ertragsanlagen im Weinbau  (Stand 02/2018)

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HINWEISE zur Stickstoff-Düngebedarfsermittlung bei Grassamenvermehrung  (Stand 02/2018)

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HINWEISE zur Stickstoff-Düngebedarfsermittlung für Grünland, Dauergrünland und mehrschnittigen Feldfutterbau
(Stand 12/2017)

Dokumentationsblatt zur Stickstoff-Düngebedarfsermittlung für Grünland, Dauergrünland und mehrschnittigen Feldfutterbau
(Stand 12/2017)

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HINWEISE zur Stickstoff-Düngebedarfsermittlung für Acker- und Gemüsekulturen sowie Erdbeeren - Frühjahrsdüngung 2018 - 
(Stand 12/2017)

Dokumentationsblatt zur Stickstoff-Düngebedarfsermittlung für den Acker-, Gemüsebau und Erdbeeren nach § 4 Absatz 1 und Anlage 4 Tabelle 1 DüV (Anlage)

Informationsmaterial

Archiv  -  Informationen zur Düngeverordnung

In diesem Archiv finden Sie die älteren Dokumente zur Düngeverordnung.

Gesetze und Verordnungen

          oder

FORMBLATT  (gültig ab Herbstdüngung 2018, gilt auch für Herbst 2019)
für die Stickstoff-Düngebedarfsermittlung zur Herbstdüngung (nach Ernte der letzten Hauptfrucht) auf Ackerland
- vereinfachtes Verfahren -

  • zu Zwischenfrüchten, Winterraps und Feldfutter bei Aussaat bis 15.09.
  • zu Wintergerste nach Getreidevorfrucht bei Aussaat bis 01.10.

          zum Ausdrucken          |          zum Ausfüllen am PC

 
HINWEISE
zur
Stickstoff-Düngebedarfsermittlung mittels Formblatt zur Herbstdüngung auf Ackerland

Bitte lesen Sie die Hinweise zum Formblatt bzw. Herbstdüngung! 

Das ab 2018 gültige Formblatt ist vor der Ausbringung aller N-haltigen Düngemittel (organische und mineralische) mit wesentlichem Gehalt an Stickstoff (> 1,5 % N in der TS) nach Ernte der letzten Hauptfrucht auszufüllen.

Ausnahme: Festmist von Huf- und Klauentieren oder Kompost … hier ist bei Ausbringung im Herbst keine Stickstoff-Düngebedarfsermittlung erforderlich.

[eingestellt am 15.06.2018, aktuell gültig auch für 2019]

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Formblatt Herbstdüngung 2017     >>> 

 HINWEISE und DOKUMENTATIONSBLATT

zur Phosphor-Düngebedarfsermittlung -  (Stand 01/2019)

  1. Hinweise  (aktualisiert 10.01.2019: Orte/Ortsteile BKR Harz)
     
  2. Dokumentationsblatt (Muster) 
     
  3. Dokumentationsblatt - Phosphor-Düngebedarfsermittlung für Acker- und Grünland 

          pdf          |         excel 

 

Bitte beachten:
Ab 01.01.2019 gelten
in Anlehnung an den VDLUFA-Standpunkt für Sachsen-Anhalt neue Richtwerte für die Abgrenzung der Phosphor-Bodengehaltsklassen und zudem geänderte Zu- und Abschläge
(siehe "Hinweise")!

HINWEISE und FORMBLATT

Berücksichtigung von Ernteausfällen  aufgrund von Trockenheit oder Feldbränden  im jährlichen betrieblichen Nährstoffvergleich für Stickstoff
- Ausnahmeregelung gültig für das Erntejahr 2018 -   (Stand 11/2018) 

  1. Hinweise zum Nährstoffvergleich 
     
  2. Formblatt - Ausgangsdaten und Ermittlung von unvermeidlichen Verlusten für nicht zu vertretende Ernteausfälle im Jahr 2018

VORTRÄGE

Informationsveranstaltung "Umsetzung der neuen Vorschriften im Düngerecht" (15. Januar bis 20. Februar 2018)

 [eingestellt am 02.02.2018]

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Informationsveranstaltung "Was bringt die neue Düngeverordnung?"
(9. bis 23. Juni 2017)

[eingestellt am 29.06.2017]

Ansprechpartner

Dr. Heike Schimpf

Tel: +49 3471 334 277  /  Fax: +49 3471 334 205
E-Mail:  heike.schimpf(at)llg.mule.sachsen-anhalt.de