Asiatischen Laubholzbockkäfer: Sicherung des Waldbestandes im Biederitzer Busch
Biederitz/Magdeburg (23.03.2026). Um den Biederitzer Busch langfristig vor dem Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) zu schützen, startet jetzt der gezielte Aufschluss des Waldgebiets. Durch das Freischneiden bestehender, zugewachsener Gassen wird sichergestellt, dass Experten potenzielle Befallsbäume künftig schneller identifizieren und kontrollieren können.
Durchgeführt wird die Maßnahme von der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt (LLG) gemeinsam mit dem Landesforstbetrieb und in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Landeshauptstadt Magdeburg „Der Aufschluss ist zwingend erforderlich, um die Kontrolle der Bäume mittels verschiedener Monitoringverfahren sicherzustellen und zu optimieren. Neben den vorgeschriebenen visuellen Kontrollen ist in 2026 auch der Einsatz von Lockstofffallen und von speziell ausgebildeten Spürhunden erforderlich. Ziel ist es, den Erhalt des Waldbestandes zu gewährleisten“, sagt Christian Wolff, zuständiger Dezernatsleiter für Pflanzenschutz und Pflanzengesundheit bei der LLG.
Anlass für die Maßnahme ist, dass im August 2025 erneut zwei Bäume mit ALB-Befall am östlichen Rand des Waldgebiets Biederitzer Busch bestätig wurden. Nach EU-Durchführungsverordnung waren Fällungen aller spezifizierten Wirtsbäume des ALB im Umkreis von 100 Metern um die Befallsbäume erforderlich. In Zusammenarbeit mit dem Landesforstbetrieb und externen Dienstleistern konnten die Arbeiten Ende letzten Jahres erfolgreich abgeschlossen werden.
Noch in diesem Jahr wird der Landesforstbetrieb die durch den ALB entstandene Fällungszone bepflanzen. Gepflanzt wird die lebensraumtypische Stieleiche. Eine Baumart, die glücklicherweise nicht zum Wirtsspektrum des ALB gehört. Damit wird ein wichtiger Beitrag zum Erhalt des Waldbestandes und zum Kampf gegen den ALB geleistet.
Durch die ALB-Funde in 2025 in Verbindung mit dem Fallenfang 2024 besteht der dringende Verdacht, dass sich der ALB bereits in weiteren Arealen des Biederitzer Busch ausgebreitet hat. Es ist nun die Aufgabe der LLG, diese potentiellen Befallsherde schnellstmöglich zu identifizieren, um eine weitere Ausbreitung des Schädlings zu verhindern.
Die Bekämpfung des ALB gelingt nur gemeinsam. Aus diesem Grund ist die LLG dringend auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Sichtungen und auffällige Bäume können über die Hotline 03471 334-253 oder per E-Mail unter alb(at)llg.sachsen-anhalt.de gemeldet werden.

